Ostseeperlen und die Wunderwelt Masuren: So zärtlich war Suleyken
9 Tage vom 15.08.2026 - 23.08.2026Reiseleitung: Manfred Nuber, ergänzt durch örtl. Reiseleiter
Niemand weiß, wo sie genau beginnt, niemand, wo sie endet – doch eins ist sicher: Wohl kaum eine andere Landschaft in Europa erweckt allein durch die Erwähnung ihres Namens so viele Erwartungen und Empfindungen wie Masuren. Über 3000 Seen, winzig klein und riesengroß, verbunden durch unzählige Kanäle und Flüsse, endlose Wälder und sanfte Moränenhügel machen diesen Landstrich zum Paradies für eine artenreiche Flora und Fauna. Und auch der Besucher verfällt nur allzu schnell dem Charme dieses Naturidylls.

Weitere Höhepunkte der Reise bilden die Ostseeperlen Stettin/Szczecin und Danzig/Gdańsk. Stettin besticht durch seine reizvolle Lage an der Odermündung und zahlreiche kulturhistorische Zeugnisse. In der alten Hansestadt Danzig/Gdańsk entdecken Sie 1000 Jahre wechselvoller Geschichte.
Wiedererstanden aus den Ruinen des Zweiten Weltkriegs präsentiert sich die Stadt heute dank ihrer polnischen Restauratoren als wahre architektonische Schatzkammer. Mit einem Abstecher in die mittelalterliche Stadt Thorn/Toruń und einem Besuch der Handelsstadt Posen/Poznań endet Ihre erlebnisreiche Reise durch den Norden Polens.
1. Tag – Samstag, 15.08.2026: Anreise
Direkte Fahrt über die Autobahn Frankfurt – Kassel – Braunschweig – Magdeburg – Berlin nach Stettin/Szczecin.
2. Tag – Sonntag, 16.08.2026: Stettin/Szczecin
Am Vormittag Stadtführung durch Stettin/Szczecin. Nach dem Beitritt zur Hanse im Jahr 1251 entwickelte sich Stettin zu einer bedeutenden Handelsstadt Pommerns. Heute gilt die Stadt als polnische Metropole Westpommerns. Das alte Hafenviertel wurde zwar in großen Teilen nach dem Zweiten Weltkrieg zerstört, doch zahlreiche wiederaufgebaute Sehenswürdigkeiten lassen die Größe vergangener Zeiten noch erahnen. Seit 1989 gewinnt Stettin zunehmend an Flair. Das „Pariser Viertel“ mit seinen Jugendstil- und Gründerzeithäusern zählt heute zu den lebendigsten Teilen der Stadt.
Weiterhin sehen Sie das Stettiner Hafentor, die gotische Jakobskirche, das Alte Rathaus sowie das Schloss der Pommerschen Herzöge. Anschließend Fahrt über Köslin/Koszalin mit seinem gotischen Mariendom und der Gertrudenkapelle zur alten Hansestadt Danzig/Gdańsk.
3. Tag – Montag, 17.08.2026: Danzig/Gdańsk
Ein Spaziergang entlang des Königswegs führt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der über 1000-jährigen Hafen- und Handelsstadt. Die Innenstadt war am Ende des Zweiten Weltkriegs nahezu vollständig zerstört; Restauratoren vollbrachten in den Nachkriegsjahren ein wahres Wunder: Rund 650 Gebäude wurden originalgetreu wieder aufgebaut. Manche stilfremde Fassade aus dem 19. Jahrhundert wurde zugunsten älterer Vorlagen „bereinigt“, sodass Sie heute ein Danzig erleben, wie es vielleicht schon der Philosoph Schopenhauer gekannt haben mag.
Sie sehen unter anderem die Langgasse und den Langen Markt mit dem gotischen Artushof und dem Neptunbrunnen, das Rathaus mit seinem prachtvollen Ratsherrensaal, das Grüne Tor – einst Residenz der polnischen Könige –, die Marienkirche, mit Platz für rund 25.000 Menschen die größte Kirche Polens, die Frauengasse sowie das berühmte Krantor.
Im Vorort Oliva/Oliwa besuchen wir die berühmte Zisterzienserabtei. Im gotischen Dom hören wir ein Konzert auf der eindrucksvollen Rokoko-Orgel, deren hervorragender Klang weit über die Grenzen Polens hinaus bekannt ist.
Abendessen im historischen Restaurant „Der Lachs“, in dessen Kellerräumen einst das berühmte Danziger Goldwasser erfunden wurde.
Zum Abschluss des Tages vielleicht noch ein Bummel entlang der Uferpromenade der Mottlau?
4. Tag – Dienstag, 18.08.2026: Die Marienburg und der Oberländer Kanal
Am Ufer der Nogat liegt die Marienburg/Malbork. Die Deutschordensburg aus dem 14. Jahrhundert, einst Sitz der Hochmeister des Deutschen Ritterordens und mächtigste Festungsanlage Europas, wurde nach schweren Kriegszerstörungen hervorragend restauriert. Das Meisterwerk spätgotischer Baukunst wurde 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
Nach einer Führung durch die Burg erleben Sie eine Schifffahrt über die Rollberge des Oberländer Kanals, der sich über rund 80 Kilometer von Elbing/Elbląg bis Osterode/Ostróda erstreckt. Ein wahres Wunderwerk der Technik – oder haben Sie schon einmal eine Schiffsreise auf Schienen über Land gemacht? Diese außergewöhnliche Passage sollten Sie sich nicht entgehen lassen.
Übernachtung in Elbing/Elbląg.
5. Tag – Mittwoch, 19.08.2026: Frisches Haff und große Masurenrundfahrt
Am Morgen Fahrt über Kadinen/Kadyny, ehemals Sommerresidenz der deutschen Kaiser, nach Frauenburg/Frombork am Frischen Haff. Wir besichtigen den Frauenburger Dom, ein architektonisches Kleinod und einer der schönsten Sakralbauten im Ostseeraum. Hier lebte im 16. Jahrhundert Nikolaus Kopernikus, der mit seinen astronomischen Erkenntnissen das mittelalterliche Weltbild revolutionierte.
Anschließend Rundfahrt durch die Masurische Seenplatte – eine Landschaft sanft geschwungener Moränenhügel mit zahllosen kleinen und kristallklaren Seen sowie ausgedehnten Waldgebieten. Zur Erhaltung dieser unberührten Landschaft wurden über 90 Naturschutzgebiete geschaffen, in denen zahlreiche seltene Tierarten beheimatet sind. Schriftsteller, Dichter und Philosophen wie Siegfried Lenz oder Immanuel Kant ließen sich von der Schönheit und Ursprünglichkeit dieser Landschaft inspirieren.
Unterwegs besuchen wir in Sorquitten/Sorkwity die evangelische Patronatskirche – die wohl schönste Dorfkirche Masurens – mit ihrer einzigartigen Darstellung der Himmelfahrt Christi.
Über Sensburg/Mragowo, den Hauptort der Sensburger Seenplatte, und Nikolaiken/Mikołajki, das touristische Zentrum der Masurischen Seenplatte am Spirdingsee, erreichen wir unser Hotel in Lötzen/Giżycko.
6. Tag – Donnerstag, 20.08.2026: Lötzen/Giżycko – Rastenburg/Kętrzyn – Schloss Steinort
Bei der heutigen Rundfahrt durch Masuren gelangen wir zunächst nach Rhein/Ryn mit seiner mächtigen Ordensburg. Unser nächstes Ziel ist Rastenburg/Kętrzyn mit der Wolfsschanze, einst Hitlers Hauptquartier. Hier unternahm Claus Schenk Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 das Attentat auf Hitler. Besichtigung der Bunkeranlagen des ehemaligen „Führerhauptquartiers“.
Nach diesem doch bedrückenden Erlebnis unternehmen wir eine ausgedehnte Schifffahrt, die einen wohltuenden Kontrast bildet. Die abwechslungsreiche Uferlandschaft der masurischen Seen und Kanäle lässt die Zeit schnell vergehen.
Unser nächstes Ziel ist Steinort/Stynort, malerisch am Mauersee gelegen. Spaziergang durch die weitläufige Anlage des Schlosses Steinort, das über mehrere Jahrhunderte im Besitz der Adelsfamilie von Lehndorff war. Heinrich von Lehndorff zählte zu den Attentätern des 20. Juli 1944 in der nahegelegenen Wolfsschanze. Seit einigen Jahren wird Schloss Steinort mit Unterstützung zahlreicher Sponsoren restauriert und wiederaufgebaut.
Hier erwartet Sie eine Lesung aus den Erinnerungen Marion Gräfin Dönhoffs an diesen Ort ihrer Kindheit.
Mit dem Schiff fahren wir über den Dobskie-See zurück nach Lötzen/Giżycko.
7. Tag – Freitag, 21.08.2026: Auf den Spuren von Siegfried Lenz …
Heute führt unsere Busfahrt durch das wellige östliche Masuren nach Suleyken/Sulejki, das Siegfried Lenz in seinem Buch „So zärtlich war Suleyken“ so wunderbar beschrieben hat.
Auf einem kleinen Bauernhof werden Sie zu Kaffee und Kuchen erwartet. Bei einer Lesung werden einige der von Lenz einzigartig beschriebenen Charaktere lebendig.
Siegfried Lenz wurde in Lyck/Ełk geboren und ist Ehrenbürger der Stadt. Anschließend unternehmen wir eine Fahrt mit der historischen Schmalspurbahn, die noch heute schnauft und dampft wie einst. In seiner Kurzgeschichte „Eine Kleinbahn namens Popp“ lässt Lenz die typische Suleyken-Atmosphäre aufleben.
Rückfahrt zum Hotel.
8. Tag – Samstag, 22.08.2026: Nach Görlitz
Heute verlassen wir – vielleicht mit etwas Wehmut – die malerischen Masuren. Vorbei an Warschau/Warszawa und Breslau/Wrocław erreichen wir über die Grenze die Stadt Görlitz.
Die Stadt blieb von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs weitgehend verschont. Nach der Wende unterstützte zudem über viele Jahre hinweg ein anonymer Spender die Restaurierung zahlreicher historischer Gebäude mit einer jährlichen Summe von 500.000 Euro. So erstrahlen heute viele der prachtvollen Häuser in neuem altem Glanz.
Heute präsentiert sich Görlitz als lebendige Stadt, die nur durch die Neiße von Polen getrennt und zugleich über Brücken wieder eng mit dem polnischen Nachbarort verbunden ist.
9. Tag – Sonntag, 23.08.2026: Rückreise
Nach vielen neuen Eindrücken geht es vorbei an Dresden und Chemnitz zurück in die Heimat.
Ankunft in Ludwigshafen gegen 21.00 Uhr.
Unsere Leistungen
- Haustürabholung und Fahrt zum nächstgelegenen Zusteigeort bis 25 km inkl.
- Fahrt mit modernem 5*-Reisebus
- Sektfrühstück am Anreisetag
- 8 Übernachtungen mit Halbpension in Zimmern mit Bad oder Dusche/WC in guten Mittelklassehotels der 3*- und 4*-Kategorie
- Ausflüge, Führungen und Besichtigungen laut Programm
- Bahnfahrt von Lyck/Ełk nach Sulejki/Suleyken
- Bootsfahrt auf den Masurischen Seen
- Schifffahrt über die Rollberge des Oberländer Kanals
- Besichtigung der Wolfsschanze
- Führungen und Besichtigungen laut Programm inklusive aller anfallenden Eintrittsgelder
- Reiseleitung durch Manfred Nuber, ergänzt durch durchgängige deutschsprachige polnische Reiseleitung
Aufpreis Einzelzimmer: € 295,–
Reiseleitung: Manfred Nuber, ergänzt durch örtl. Reiseleiter
Teilnehmerzahl: min. 16 Personen
Reisepapiere: Personalausweis oder Reisepass
Buchung: per E-Mail an info@pro-touristik.com oder telefonisch unter 06344 926 09 07
Reiseveranstalter dieser Reise im Sinne des Reiserechtes ist die Busfirma Fichtenkamm-Reisen KG
Geschäftsführer: Tobias Fichtenkamm, Sabine Siering · Landau HRA 30592 · Mühlgasse 38 · 76764 Rheinzabern
Tel: 07272-972200 · info@fichtenkamm.de · www.fichtenkamm.de
Es gelten die AGB der Firma Fichtenkamm-Reisen KG.